Monatliches Ranking · Stand: Juni 2026
Top 5: Offene Sprachmodelle fürs Programmieren
Unsere Marktbeobachtungen im Juni 2026
Der Juni war ein ungewöhnlich dichter Release-Monat für offene Coding-Modelle: Innerhalb von knapp zwei Wochen erschienen MiniMax M3 (1. Juni), Kimi K2.7-Code (12. Juni) und GLM-5.2 (13. Juni). GLM-5.2 übernahm dabei die Spitze des offenen Felds beim agentischen, mehrstufigen Coding, gemessen an SWE-bench Pro und Terminal-Bench, während DeepSeek V4 bei den reinen Code-Erzeugungs-Benchmarks weiter vorne bleibt.
MiniMax M3 gilt als erstes offenes Modell, das Coding-Leistung auf Spitzenniveau, ein Kontextfenster von rund einer Million Token und native Multimodalität in einer Architektur vereint. Für den Mittelstand ist dabei die Lizenz zu beachten: M3 steht nicht unter MIT oder Apache 2.0, sondern unter der MiniMax Community License, die die kommerzielle Nutzung an Auflagen bindet. Beim Kriterium rechtssichere kommerzielle Nutzung bleibt es damit hinter den MIT-Modellen GLM-5.2 und DeepSeek V4.
Bei Kimi K2.7-Code ist Vorsicht geboten: Die gemeldeten Coding-Zuwächse gegenüber K2.6 stützen sich zum Release ausschließlich auf anbietereigene Benchmarks; unabhängige Werte auf den etablierten öffentlichen Suiten lagen noch nicht vor. Für das Ranking wird die Fassung daher an den zuletzt unabhängig belegten Werten der K2-Reihe gemessen, nicht an den selbst ausgewiesenen Zuwächsen.
Rangverlauf
Januar–Juni 2026
- NVIDIANemotron 3 Ultra
- Mistral AIDevstral 2
| Tool | Januar 2026 | Februar 2026 | März 2026 | April 2026 | Mai 2026 | Juni 2026 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DeepSeek V4 | 3 | 4 | 4 | 1 | 1 | 1 |
| GLM 5.2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 3 | 2 |
| MiniMax M3 | 4 | 1 | 1 | 4 | 4 | 3 |
| Kimi K2 K2.7-Code | 1 | 3 | 3 | 2 | 2 | 4 |
| Qwen3-Coder Next | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 |
Aktuelles Ranking
-
DeepSeek V4
- Laut veröffentlichten Benchmark-Angaben an der Spitze der offenen Modelle bei LiveCodeBench (93,5) und der Codeforces-Wertung (3206), zwei Maßen für die Erzeugung korrekten, lauffähigen Codes.
- Rund 80,6 Prozent auf SWE-bench Verified, statistisch gleichauf mit geschlossenen Spitzenmodellen und auf dem Niveau der offenen Spitze bei realen Software-Aufgaben.
- MIT-Lizenz mit frei herunterladbaren Gewichten auf Hugging Face, uneingeschränkt für den kommerziellen Self-Hosted-Betrieb und die Verwertung des erzeugten Codes.
- Mixture-of-Experts mit rund 1,6 Billionen Gesamt- und etwa 49 Milliarden aktiven Parametern je Token, dazu ein Kontextfenster von rund einer Million Token für sehr große Codebasen.
-
GLM 5.2 Neu
- Laut Anbieter- und Fachpresse-Angaben des Juni rund 62,1 Prozent auf SWE-bench Pro und 81,0 Prozent auf Terminal-Bench 2.1, der höchste offene Wert beim agentischen, mehrstufigen Coding.
- Führt im Juni die offene Kategorie des Artificial-Analysis-Intelligence-Index (v4.1) an, vor den übrigen offenen Modellen des gewerteten Felds.
- MIT-Lizenz mit frei veröffentlichten Gewichten, freizügig für den kommerziellen Self-Hosted-Betrieb und die Verwertung des erzeugten Codes.
- Mixture-of-Experts mit rund 744 Milliarden Gesamt- und etwa 40 Milliarden aktiven Parametern je Token, ausgelegt auf lange Aufgabenketten, mit nutzbarem Kontext von rund einer Million Token.
-
MiniMax M3 Neu
- Laut Fachpresse-Angaben des Juni rund 80,5 Prozent auf SWE-bench Verified und 59,0 Prozent auf SWE-bench Pro, auf dem Niveau des offenen Spitzenfelds beim Coding.
- Erstes offenes Modell, das Coding-Leistung auf Spitzenniveau, ein Kontextfenster von rund einer Million Token und native Multimodalität in einer Architektur vereint.
- Mixture-of-Experts mit rund 428 Milliarden Gesamt- und etwa 23 Milliarden aktiven Parametern je Token mit einem Sparse-Attention-Ansatz für effiziente lange Kontexte.
- Veröffentlicht unter der MiniMax Community License, die weniger freizügig ist als MIT oder Apache 2.0 und die kommerzielle Nutzung an Auflagen bindet, ein Nachteil beim Kriterium rechtssichere kommerzielle Nutzung.
-
Kimi K2 K2.7-Code Neu
- Auf Programmierung spezialisierte, agentische Fassung mit rund 30 Prozent geringerem Verbrauch an Reasoning-Tokens gegenüber K2.6, ausgelegt auf lange Software-Engineering-Aufgaben über viele Schritte.
- Mixture-of-Experts mit rund einer Billion Gesamt- und etwa 32 Milliarden aktiven Parametern je Token; verarbeitet Text-, Bild- und Video-Eingaben.
- Veröffentlicht unter einer angepassten MIT-Lizenz mit offenen Gewichten auf Hugging Face für den kommerziellen Self-Hosted-Betrieb.
- Die im Juni gemeldeten Coding-Zuwächse stützen sich ausschließlich auf anbietereigene Benchmarks; unabhängige Werte auf den etablierten öffentlichen Suiten lagen zum Release noch nicht vor.
-
Qwen3-Coder Next
- Dedizierter Coding-Spezialist als Mixture-of-Experts mit rund 80 Milliarden Gesamt- und etwa 3 Milliarden aktiven Parametern, ausgelegt auf lokale Coding-Agenten.
- Apache-2.0-Lizenz ohne Nutzungsbeschränkung für den kommerziellen Eigenbetrieb und die Verwertung des erzeugten Codes.
- Sehr niedriger Grafikspeicher-Bedarf ermöglicht den datensouveränen Betrieb auf einer einzelnen Arbeitsplatz-GPU.
- Native Coding-Ausrichtung mit erweiterbarem Kontext bis in den Bereich mehrerer Hunderttausend Token für zusammenhängende Repository-Aufgaben.
Methodik & Transparenz
Diese Rankings dienen der Marktorientierung. Sie sind ein redaktioneller, kostenloser Überblick auf Basis öffentlich verfügbarer Quellen, keine abschließende oder absolute Bewertung. Jede Ausgabe ist eine Momentaufnahme; der Markt verändert sich schnell, und die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bewertet wird ausschließlich anhand der je Kategorie veröffentlichten Kriterien; ein eigener Labortest findet nicht statt. Die vergleichende Einordnung ist unsere redaktionelle Meinung, keine Tatsachenbehauptung über die Eignung einzelner Produkte, und sie wertet keinen Anbieter pauschal ab. Sie ersetzt keine eigene Prüfung. Stand: 01.07.2026.
Bei Recherche und Zusammenfassung kommen KI-Technologien zum Einsatz. Auswahl, Einordnung und Veröffentlichung werden von einer Person geprüft, freigegeben und redaktionell verantwortet. Genannte Produkt-, Marken- und Unternehmensnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber; ihre Nennung dient allein der Information und Identifikation und bedeutet weder eine Empfehlung noch eine geschäftliche Verbindung zu diesen Anbietern. FORGEINITY hostet oder vervielfältigt keine fremden Inhalte, sondern verweist auf die Originalquellen.
Soweit wir auf externe Seiten verlinken, sind für deren Inhalte ausschließlich die jeweiligen Betreiber verantwortlich. Wir machen uns verlinkte Inhalte nicht zu eigen und übernehmen für sie keine Haftung; zum Zeitpunkt der Verlinkung waren keine Rechtsverstöße erkennbar, und bei Kenntnis einer Rechtsverletzung entfernen wir den betreffenden Link unverzüglich. Unabhängigkeit: Kein Anbieter hat für Platzierung oder Bewertung bezahlt; es bestehen keine Provisions-, Affiliate- oder Werbevereinbarungen. FORGEINITY arbeitet technologie-offen und bewertet ausschließlich anhand der veröffentlichten Kriterien. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr; eine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder für Entscheidungen, die auf Grundlage dieser Rankings getroffen werden, ist ausgeschlossen.
Rechteinhaber, Betroffene und Dritte können eine Korrektur oder Entfernung einzelner Angaben unter legal@forgeinity.com anfragen oder einen rechtswidrigen verlinkten Inhalt melden. Wir prüfen berechtigte Hinweise und reagieren zeitnah.
Bewertet wird anhand dieser Kriterien:
- Korrektheit und Lauffähigkeit des erzeugten Codes (bewertet, wie zuverlässig das Modell fachlich richtigen, kompilierenden und in der Praxis laufenden Quellcode neu erzeugt, gemessen an veröffentlichten, datierten Coding-Vergleichsmessungen wie HumanEval, MBPP oder LiveCodeBench)
- Lösen realer Software-Aufgaben und agentisches Coding (bewertet, wie eigenständig das Modell mehrschrittige Entwicklungsaufgaben über mehrere Dateien eines Repositories plant und umsetzt und dabei Werkzeuge sowie Terminal-Befehle bis zu einem lauffähigen Ergebnis durchhält, belegt über agentische Vergleichsmessungen wie SWE-bench Verified oder Terminal-Bench)
- Repository-Kontext und Erfassung großer Codebasen (bewertet, wie viel zusammenhängenden Quellcode das Modell in einem Durchgang verarbeitet und wie zuverlässig es Abhängigkeiten, Konventionen und relevante Stellen aus langen, gewachsenen Codebasen wiederfindet und einbezieht)
- Breite der Programmiersprachen und Frameworks (bewertet, wie ausgewogen die Leistung über die verbreiteten Sprachen und Werkzeugketten des Mittelstands trägt, von Python, JavaScript und TypeScript bis zu System- und Unternehmenssprachen wie Java, Go, Rust und C++, statt nur in wenigen Sprachen stark zu sein)
- Fehlersuche in bestehendem, fremdem Code (bewertet, wie verlässlich das Modell Fehlerursachen in vorgegebenem, nicht selbst geschriebenem Quellcode aufspürt, vorgegebene Bugfix-Fälle besteht und die Korrektur über mehrstufiges Schlussfolgern statt durch Raten herleitet)
- Lizenz und rechtssichere kommerzielle Nutzung des Codes (bewertet, wie freizügig und rechtssicher die Lizenz den kommerziellen Eigenbetrieb des Modells und die Verwertung des erzeugten Codes erlaubt, von permissiven Lizenzen wie Apache 2.0 oder MIT bis zu Nutzungsbeschränkungen mancher Community-Lizenzen)
- Self-Host-Betreibbarkeit und Coding-Gesamtaufwand (bewertet Parametergröße, Architektur als dichtes oder Mixture-of-Experts-Modell, Grafikspeicher-Bedarf und Antworttempo, und damit, ob sich gerade die oft sehr großen Coding-Modelle datensouverän und produktiv auf bezahlbarer Hardware mit vertretbarem Aufwand betreiben lassen)
- Reife des Coding-Ökosystems und Werkzeug-Anbindung (bewertet, ob etablierte quantisierte Coding-Varianten und gängige Formate vorliegen und wie ausgereift die Einbindung als Modell-Backend in verbreitete Coding-Werkzeuge und über das Model Context Protocol (MCP) ohne Anbieter-Cloud ist)